Acceptable Use Policy (AUP)
Richtlinie zur akzeptablen Nutzung der JURO Digital GbR // Stand: 04. Oktober 2026
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese AUP gilt für sämtliche von JURO Digital angebotenen, vermittelten oder bereitgestellten IT- und Infrastrukturdienstleistungen, insbesondere für:
- Webhosting, Webspace und Webseitenhosting
- Virtuelle Server (VPS, vServer, KVM-Server, Cloud-Server)
- Dedicated Server, Bare-Metal- und Root-Server
- Gameserver und interaktive Gaming-Infrastrukturen
- TeamSpeak-, Discord-Bot- und sonstige Voice-/Kommunikationsserver
- Speicher-, Datenbank- und Cloud-Dienste
- Domains, DNS-Verwaltung und damit verbundene Webservices
- Netzwerk-, Transit-, IP- und Rechenzentrumsinfrastrukturleistungen
- Reseller-Produkte und weitervermietete Hosting-Dienste
- Sonstige gegenwärtige oder zukünftige Hosting- und Serverangebote von JURO Digital.
(2) Die Richtlinie gilt gleichermaßen für Verbraucher (B2C) wie für gewerbliche Kunden bzw. Unternehmer (B2B).
(3) Gewährt der Kunde Dritten (z.B. Mitarbeitern, Endnutzern, Spielern oder Sub-Kunden) Zugriff auf bereitgestellte Dienste oder Systeme, so muss er diese in angemessener Weise über die Nutzungsregeln informieren und ihm bekannten Missbrauch im Rahmen seiner zumutbaren Einflussmöglichkeiten unterbinden. Eine verschuldensunabhängige Haftung für sämtliche Handlungen Dritter wird nicht begründet.
§ 2 Allgemeine Anforderungen & Rechtstreue
(1) Die Dienstleistungen von JURO Digital dürfen ausschließlich für rechtlich zulässige Zwecke verwendet werden.
(2) Der Kunde ist verpflichtet, sämtliche auf seine Nutzung anwendbaren gesetzlichen Vorschriften strikt einzuhalten. Dies umfasst insbesondere das materielle Recht der Bundesrepublik Deutschland, unmittelbar geltendes Recht der Europäischen Union (u.a. DSGVO, Digital Services Act / DSA, Urheberrecht, TDDDG) sowie, soweit anwendbar, internationale Vorschriften und die Rechtsordnung des Abruflandes.
(3) Die rein technische Möglichkeit, bestimmte Daten oder Inhalte auf Systemen von JURO Digital zu speichern, Softwareprogramme auszuführen oder Netzwerkports zu öffnen, begründet in keinem Fall die rechtliche oder vertragliche Gestattung der jeweiligen Nutzung durch JURO Digital.
§ 3 Zulässige Nutzung
Grundsätzlich zulässig ist jede Nutzung im vertraglich vereinbarten Rahmen, die:
- vollständig rechtmäßig ist und geltende Rechtsvorschriften wahrt,
- keine Rechte Dritter (insbesondere Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Eigentumsrechte) verletzt,
- keine Gefährdung, Störung oder Destabilisierung unserer Infrastruktur oder der Systeme anderer Nutzer verursacht,
- keine unverhältnismäßige oder vertragswidrige Belastung unserer Systeme, Uplinks oder Netzwerke hervorruft,
- nicht gegen diese AUP, unsere AGB oder sonstige Individualvereinbarungen verstößt.
Hierzu gehören beispielsweise der Betrieb regulärer Webseiten, Onlineshops, legitimer Unternehmensanwendungen, Entwicklungsumgebungen, Gameserver, Community-Projekte, relationaler/nicht-relationaler Datenbanken und anderer üblicher Hosting-Anwendungen.
§ 4 Verbotene Nutzung & Strikte Null-Toleranz
Die Nutzung unserer Infrastruktur für rechtswidrige, betrügerische oder technisch schädliche Aktivitäten ist ausnahmslos untersagt. JURO Digital verfolgt eine strikte Null-Toleranz-Politik gegenüber den nachfolgenden Handlungen:
1. Schadsoftware, Cyberangriffe & Sabotage
Das Speichern, Betreiben, Ausführen, Verteilen oder Unterstützen von:
- Malware, Viren, Würmern, Trojanern, Ransomware, Spyware, Keyloggern oder Credential-Stealern,
- Botnet-Infrastrukturen (z.B. Command-and-Control-Server / C2, Dropper, Mirai-Nodes, Zombie-Clients),
- DDoS- oder DoS-Angriffen (sowohl ausgehend als Ausgangspunkt als auch eingehend durch bewusstes Provozieren),
- Portscans, Vulnerability-Scans, Netzwerk-Sniffing oder unbefugter Ausspähung fremder Systeme,
- Brute-Force-Angriffen, Credential Stuffing oder Wörterbuch-Angriffen,
- Exploit-Versuchen, Zero-Day-Ausnutzung oder dem gezielten Umgehen fremder Sicherheitsmechanismen,
- Unbefugtem Eindringen in Netzwerke, Computer oder Konten (Hacking / Cracking),
- Jeglicher Bereitstellung von Infrastruktur, die Cyberangriffe ermöglicht oder fördert.
Sicherheitsforschung, Penetrationstests oder Stresstests auf unserer Infrastruktur sind streng verboten, es sei denn, die Berechtigung zum Test sämtlicher betroffener Systeme ist nachgewiesen und es liegt eine vorherige Genehmigung in Textform von JURO Digital vor.
2. Phishing, Betrug & Scam
Untersagt sind jegliche betrügerische oder täuschende Aktivitäten, insbesondere:
- Phishing-Webseiten und das Nachbilden fremder Webseiten, Bankportale, Marktplätze oder Login-Masken,
- Fake-Shops, betrügerische Gewinnspiele oder unlautere Abo-Fallen,
- Krypto-Scams, gefälschte Investment-Plattformen, Wallet-Drainer oder betrügerische Smart Contracts,
- Identitätsdiebstahl und arglistige Täuschung über die Identität eines Unternehmens oder einer natürlichen Person,
- Kreditkartenbetrug, Zahlungsbetrug oder die Verwendung unberechtigt erlangter Kontodaten.
3. Spam & Unerwünschte Massenkommunikation
Unsere Infrastruktur darf nicht zum Versand von unaufgefordertem Spam oder missbräuchlicher Massenkommunikation verwendet werden:
- Unerwünschte Werbe-E-Mails (UCE / SPAM) und unaufgeforderte Massenmails (UBE),
- Verwendung gekaufter, gemieteter oder mittels Harvestern extrahierter Empfängerlisten,
- Rechtswidriger Werbe- oder Massenversand ohne erforderliche Einwilligung oder andere gesetzliche Erlaubnis,
- Betrieb offener E-Mail-Relays, offener Proxies oder ungesicherter Tor-Exit-Nodes,
- Spamming in Foren, Gästebüchern, Chats oder VoIP-Netzwerken.
4. Schwerste rechtswidrige Inhalte & Kinderschutz (Absolute Null-Toleranz)
Das Hosten, Speichern, Verlinken oder Verbreiten folgender Inhalte kann sofortige Schutzmaßnahmen und eine gesetzlich zulässige oder vorgeschriebene Meldung an zuständige Behörden auslösen (§§ 11 und 12):
- Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche (Kinderpornografie / CSAM gem. §§ 184b, 184c StGB) – absolute Null-Toleranz mit unverzüglicher Prüfung erforderlicher Schutz- und Meldepflichten,
- Rechtswidrige extremistische, verfassungsfeindliche oder terroristische Inhalte und Propaganda (§§ 86, 86a, 129a StGB),
- Strafbare Gewaltandrohungen, Anleitungen zu schweren Straftaten, Mord- oder Bombendrohungen (§§ 126, 241 StGB),
- Volksverhetzende und rassistische Inhalte (§ 130 StGB),
- Inhalte, deren Verbreitung aufgrund gerichtlicher oder behördlicher Anordnung untersagt ist.
5. Urheber- & Schutzrechtsverletzungen
Die Verletzung fremder Schutzrechte ist verboten. Dies betrifft insbesondere illegale Downloadportale, Warez-Seiten, unlizenzierte Software- und Torrent-Verteilung, Piraterie-Plattformen sowie nicht genehmigte IPTV- oder Streaming-Angebote.
§ 5 Missbrauch von Netzwerkressourcen
Untersagt ist jede Aktivität, die den sicheren oder stabilen Betrieb unserer Infrastruktur, unserer Netzbetreiber oder dritter Provider beeinträchtigt oder gefährdet. Dies umfasst insbesondere:
- Vorsätzliche Netzwerküberlastung (SYN-Flooding, UDP-Flooding, Amplification-Angriffe),
- Fälschung von Netzwerkdaten, Header-Manipulation und IP-Spoofing,
- Nutzung von IP-Adressen, die dem Kunden nicht explizit zugewiesen wurden,
- Manipulation von Abrechnungssystemen, Traffic-Zählern oder Routing-Protokollen,
- Umgehung von vertraglich festgelegten Bandbreiten-, Port- oder Sicherheitslimits.
Der Kunde darf keine technischen Mechanismen einsetzen, um Schutzsysteme oder Kontingente von JURO Digital zu umgehen.
§ 6 Ressourcen, Netzwerktraffic und Fair Use
Gebuchte Ressourcen, Bandbreiten und ausdrücklich vereinbarte Limits bestimmen die zulässige Nutzung. Die vertragsgemäße Ausschöpfung gebuchter Ressourcen ist für sich genommen kein Missbrauch. Bei gemeinsam genutzten Ressourcen dürfen Kunden keine gezielten Störungen anderer Systeme verursachen oder vereinbarte technische Begrenzungen umgehen.
Krypto-Mining, Krypto-Plotting und Dauer-Benchmarking auf gemeinsam genutzten Systemen bedürfen unserer vorherigen Zustimmung in Textform. Dedizierte Ressourcen dürfen im vereinbarten Umfang genutzt werden. Zusätzliche mengenmäßige Grenzen oder Entgelte können nicht nachträglich allein durch Berufung auf „Fair Use“ eingeführt werden. Bei konkreten Betriebsstörungen gelten die verhältnismäßigen Maßnahmen nach § 11.
Fair Use bei Netzwerktraffic: Fair Use bedeutet eine Nutzung innerhalb der für das jeweilige Produkt vor Vertragsschluss vereinbarten Traffic- und Bandbreitengrenzen. Die Leistungsbeschreibung muss das enthaltene Datenvolumen, den Mess- und Abrechnungszeitraum, die Zählweise (eingehender und/oder ausgehender Traffic), die Einheit sowie gegebenenfalls die Geschwindigkeit und Dauer einer Drosselung konkret benennen. Ohne vereinbarte mengenmäßige Grenze begründet die Bezeichnung „Fair Use“ allein weder ein zusätzliches Trafficlimit noch einen Anspruch auf Mehrvergütung. Vereinbarte garantierte Leistungen bleiben unberührt.
Regelfall Drosselung: Wird eine vereinbarte Fair-Use-Grenze überschritten, wird der Kunde grundsätzlich zunächst in Textform auf den gemessenen Verbrauch, die Grenze und die vorgesehene Maßnahme hingewiesen. Im Regelfall wird ausschließlich die Netzwerkbandbreite im vorher vereinbarten Umfang gedrosselt; für diesen Mehrtraffic erfolgt keine zusätzliche Berechnung. Nach Ende des vereinbarten Messzeitraums oder Wegfall des Drosselungsgrundes wird die Drosselung aufgehoben. Sofortige erforderliche Schutzmaßnahmen bei akuter Gefahr richten sich nach § 11.
Berechnung nur in äußersten Ausnahmefällen: JURO Digital kann zusätzlichen Netzwerktraffic ausnahmsweise in Rechnung stellen, wenn der Kunde nach einer konkreten Kostenankündigung ausdrücklich die weitere ungedrosselte Nutzung über die vereinbarte Grenze hinaus beauftragt oder eine vereinbarte Drosselung beziehungsweise Trafficbegrenzung nachweislich schuldhaft umgeht und dadurch abrechenbaren Mehrtraffic verursacht. Voraussetzung ist in beiden Fällen eine vor der kostenpflichtigen Nutzung wirksam vereinbarte Preisregelung mit Trafficgrenze, Abrechnungseinheit, Preis je Einheit und einer Kostenobergrenze je Abrechnungszeitraum. Gegenüber Verbrauchern sind Gesamtpreise einschließlich Umsatzsteuer anzugeben; erforderliche zusätzliche Zahlungsvereinbarungen müssen ausdrücklich erfolgen. Eine bloße Überschreitung, ein technisches Versagen der Drosselung oder ein eingehender Angriff Dritter begründen für sich genommen keine Mehrtrafficvergütung.
Berechnet wird ausschließlich nachweisbar angefallener, von der Preisvereinbarung erfasster Mehrtraffic innerhalb der vereinbarten Kostenobergrenze. Die Rechnung weist Messzeitraum, gemessenes Volumen, enthaltenes Kontingent, berechnete Einheiten und Einheitspreis nachvollziehbar aus. Ohne entsprechende Preisvereinbarung erfolgt keine nachträgliche Berechnung allein unter Berufung auf diese AUP. Gesetzliche Schadensersatzansprüche bei schuldhaftem Missbrauch bleiben unberührt; derselbe Schaden oder Traffic wird nicht doppelt abgerechnet.
§ 7 Sicherheitsverantwortung des Kunden
(1) Der Kunde ist für die administrative Absicherung der Komponenten zuständig, die nach der Leistungsbeschreibung in seinen Verantwortungsbereich fallen. Von JURO Digital übernommene Managed-, Update-, Backup- und Sicherheitsleistungen bleiben davon unberührt.
(2) Hierzu gehört insbesondere:
- die Verwendung kryptografisch starker und einzigartiger Passwörter,
- die strikt vertrauliche Behandlung von Zugangsdaten und SSH-Keys,
- die Aktivierung von Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), wo immer verfügbar,
- die kontinuierliche Aktualisierung aller installierten Betriebssysteme, Skripte, Plugins und Content-Management-Systeme (Patch-Management),
- das unverzügliche Schließen bekannt gewordener Sicherheitslücken (CVEs),
- die Erstellung regelmäßiger, extern gesicherter Datensicherungen (Backups).
(3) Wird ein Kundensystem kompromittiert oder als Angriffsursprung missbraucht, ist JURO Digital bei akuter Gefahr zu einer erforderlichen vorläufigen Quarantäne nach § 11 berechtigt. Eine Kompromittierung begründet nicht automatisch ein Verschulden des Kunden.
§ 8 Reselling und Nutzung durch Dritte
Erlaubte Weitervermietung und Bereitstellung an Endnutzer richten sich nach dem gebuchten Produkt. Der Kunde bleibt unser Vertragspartner. Unternehmer, die Dienste weiterverkaufen, müssen ihre Endkunden angemessen zur Einhaltung entsprechender Nutzungsregeln verpflichten. Betreiber von Community- oder Gameservern informieren Nutzer in zumutbarer Weise über diese Regeln.
Bei bekannt gewordenem Missbrauch ergreift der Kunde angemessene Gegenmaßnahmen innerhalb seines Einflussbereichs. Eine Haftung für Dritte besteht nur nach den gesetzlichen Zurechnungs- und Verschuldensregeln, insbesondere § 278 BGB, soweit anwendbar; nicht allein deshalb, weil ein Dritter auf den Dienst zugegriffen hat.
§ 9 Meldung von Missbrauch
Meldungen können an abuse@juro-digital.de gerichtet werden. Bitte nennen Sie den konkreten Speicherort (z.B. URL, Domain oder IP), eine nachvollziehbare Begründung, gegebenenfalls Zeitpunkt und Zeitzone sowie geeignete Belege. Übermitteln Sie nur notwendige personenbezogene Daten und keine rechtswidrigen Dateien.
Für Meldungen rechtswidriger Inhalte nach Art. 16 DSA bitten wir außerdem um Namen und E-Mail-Adresse der meldenden Person oder Einrichtung sowie eine Erklärung, dass Angaben und Begründung nach bestem Wissen richtig und vollständig sind. Bei Meldungen zu den in Art. 16 Abs. 2 Buchst. c DSA genannten Sexualstraftaten gegen Kinder sind Name und E-Mail-Adresse nicht erforderlich. Wir bearbeiten Meldungen sorgfältig, sachlich und zeitnah und erteilen die gesetzlich erforderlichen Eingangs- und Entscheidungsinformationen.
§ 10 Prüfung und Datenschutz
Wir führen keine allgemeine Überwachung sämtlicher Kundendaten durch. Betriebs- und Sicherheitsdaten verarbeiten wir nur zweckgebunden und im gesetzlich zulässigen Umfang. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung und, soweit einschlägig, dem AVV.
Konkrete Hinweise auf Missbrauch können eine gezielte Prüfung rechtfertigen. Ein Zugriff auf nicht öffentliche Kundendaten setzt eine entsprechende rechtliche Befugnis voraus; diese AUP stellt keine pauschale Einwilligung in Inhaltskontrollen dar. Weisungsbindung, Vertraulichkeit und gesetzliche Geheimhaltungspflichten bleiben bestehen.
§ 11 Abhilfe, Sperrung und Kündigung
Maßnahmen müssen auf nachvollziehbaren Tatsachen beruhen und erforderlich sowie verhältnismäßig sein. Wir berücksichtigen Schwere, Dauer, Wiederholung, Auswirkungen und die berechtigten Interessen aller Betroffenen. Regelmäßig informieren wir den Kunden in Textform über den konkreten Verstoß und gewähren eine angemessene Abhilfefrist. Eine unbestätigte Meldung allein rechtfertigt keine endgültige Kontolöschung.
Bei akuter Gefahr, offensichtlich schwerwiegendem Missbrauch oder bindender gesetzlicher, gerichtlicher oder behördlicher Verpflichtung können wir sofort betroffene Inhalte, Ports oder Dienste vorläufig beschränken. Wir wählen das mildeste geeignete Mittel, informieren den Kunden unverzüglich, soweit rechtlich zulässig, und überprüfen die Maßnahme zeitnah. Sobald ihr Grund entfällt, heben wir sie auf.
Eine Kündigung aus wichtigem Grund richtet sich nach § 314 BGB und § 13 der AGB. Löschung und Datenexport richten sich nach § 6 der AGB, einem einschlägigen AVV und zwingenden gesetzlichen Vorgaben. Soweit anwendbar, erteilen wir Begründungen und Informationen über Rechtsbehelfe nach dem DSA. Einwände können an info@juro-digital.de gerichtet werden und werden überprüft; gerichtliche Rechtsbehelfe bleiben offen.
Sperrung und Kündigung führen nicht zum automatischen Verfall von Zahlungen oder Guthaben. Erstattungen, Vergütung und etwaiger Schadensersatz richten sich nach §§ 8 und 11 der AGB und dem Gesetz. Diese AUP begründet keine Vertragsstrafen oder pauschalen Bearbeitungsgebühren.
§ 12 Behörden und Beweissicherung
Wir erfüllen gesetzliche Auskunfts-, Melde- und Mitwirkungspflichten und beachten wirksame behördliche oder gerichtliche Anordnungen. Bei gesetzlich relevanten Verdachtsfällen, insbesondere einer Bedrohung von Leben oder Sicherheit von Personen, erfolgen vorgeschriebene Meldungen an die zuständigen Stellen.
Beweissicherung und Übermittlung personenbezogener Daten erfolgen nur bei entsprechender Rechtsgrundlage, beschränkt auf erforderliche Daten und Dauer. Schutzmaßnahmen nach § 11 bleiben möglich. Diese AUP begründet keine generelle Befugnis, Kundendaten an Behörden oder Dritte weiterzugeben.
§ 13 Umgehung wirksamer Schutzmaßnahmen
Wirksame Sperren und Sicherheitsmaßnahmen dürfen nicht gezielt umgangen werden, insbesondere durch falsche Identitätsangaben oder Ersatzkonten zur Fortsetzung des gesperrten Missbrauchs. Die gewöhnliche Nutzung von VPNs oder Proxies ist für sich genommen kein Verstoß.
Auch bei Umgehungsversuchen gelten die Voraussetzungen und Verfahrensregeln des § 11. Ein automatischer Verlust von Guthaben oder eine sofortige endgültige Datenlöschung werden hierdurch nicht begründet.
§ 14 Haftung und Ansprüche Dritter
Der Kunde haftet für schuldhafte Pflichtverletzungen nach den gesetzlichen Bestimmungen. Für unsere Haftung gilt ausschließlich § 11 der AGB. Es besteht keine verschuldensunabhängige Haftung für alle über einen Anschluss oder ein Konto erfolgten Aktivitäten. Unbefugte Zugriffe und bekannte Kompromittierungen sind uns unverzüglich mitzuteilen.
Nur B2B: Soweit ein Unternehmer durch eine schuldhafte Verletzung dieser AUP berechtigte Ansprüche Dritter verursacht, stellt er uns von diesen Ansprüchen und erforderlichen, angemessenen Rechtsverteidigungskosten frei. Eigenes Mitverschulden von JURO Digital ist zu berücksichtigen. Wir informieren ihn unverzüglich und ermöglichen die Mitwirkung an der Abwehr. Eine Freistellung auf erstes Anfordern oder für behördliche Bußgelder wird nicht vereinbart.
B2C: Eine zusätzliche vertragliche Freistellungspflicht wird nicht vereinbart; es gelten die gesetzlichen Schadensersatzregeln.
§ 15 Änderungen
Neue Fassungen gelten für neue Verträge bei wirksamer Einbeziehung. Änderungen für bestehende Verträge richten sich ausschließlich nach § 14 der AGB und zwingendem Recht. Mitteilung, Schweigen oder Weiternutzung ersetzen keine erforderliche Zustimmung. Gesetzlich gebotene Sicherheitsmaßnahmen bleiben im gesetzlichen Rahmen möglich.
§ 16 Kontakt & Ansprechpartner
Bei Fragen zu dieser Richtlinie, zur Zulässigkeit geplanter Vorhaben oder zur Meldung von Missbrauchsfällen wenden Sie sich bitte an:
JURO Digital GbR
Nachkamp 22
48324 Sendenhorst
Deutschland